Ein Tierheim oder ein Pfund ist ein Ort, an dem verirrte, verlorene, verlassene oder übergebene Tiere, meist Hunde und Katzen aber auch jedes sonst erdenkliche Kleintier und manchmal auch kranke oder verwundete wildlebende Tiere gehalten und rehabilitiert werden.

Häufig muss das Tier eingeschläfert werden

Obwohl es Notunterkünfte gibt ist es in manchen Fällen üblich, kranke Tiere einschläfern zu lassen. Die betrifft jedes Tier, welches von einem früheren oder neuen Besitzer nicht schnell genug beansprucht wird. In Europa ist unter 30 Ländern mit Ausnahme von vier Ländern (Tschechische Republik, Deutschland, Griechenland und Italien) die Tötung gesunder Streunerhunde erlaubt. Kritiker glauben, dass der neue Begriff Tierheim im Allgemeinen ein Euphemismus für den älteren Begriff Pfund ist. Das Wort Pfund hatte seinen Ursprung in den Tierpfunden landwirtschaftlicher Gemeinden, in denen streunendes Vieh eingepfercht oder beschlagnahmt wurde, bis es von ihren Eigentümern beansprucht wurde. Einige Tierheime halten sogar kranke tropische Tiere, häufig wenn deren Besitzer verstorben sind und daher nicht artgerecht in andere geschickte Hände gegeben werden können.

Deutsche Tierheime

In allen größeren Städten in Deutschland gibt es entweder ein Tierheim oder es besteht ein Vertrag mit einer der landesweit sehr verbreiteten gemeinnützigen Tierschutzorganisationen, die eigene Tierheime unterhalten. In den meisten Unterkünften leben Hunde, Katzen und eine Vielzahl kleiner Tiere wie Kaninchen, Hamster oder Mäuse. Zusätzlich gibt es die an anderer Stelle erwähnten Gnadenhöfe für größere Tiere. Sie nehmen Rinder oder Pferde von privaten Eigentümern, die sie aus finanziellen Gründen nicht mehr behalten wollen oder die aufgrund starker Verletzungen etwa nicht mehr für den Tiersport verwendet und sonst getötet werden können.

Das sagt das Gesetz

Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet das Töten von Wirbeltieren ohne triftigen Grund. Normalerweise sind zulässige Gründe das Schlachten oder Jagen für die Nahrungsmittelproduktion (Katzen und Hunde sind hiervon allerdings als Haustiere ausgenommen), die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, das schmerzlose Töten, "wenn das Fortleben unheilbare Schmerzen oder Leiden implizieren würde" oder wenn ein Tier eine Gefahr für den Menschen darstellt Öffentlichkeit. Letzteres kann nur dann Grund zur Sterbehilfe sein, wenn eine Behörde, die sich mit der öffentlichen Sicherheit befasst, dies aufgrund einer Untersuchung anordnet. Aufgrund dieses Urteils sind alle deutschen Tierheime praktisch tötungsfreie Tierheime und müssen sich diesbezüglich auch strengen Kontrollen stellen. Die Einrichtungen müssen von einer Person geführt werden, die für den Umgang mit Tieren zertifiziert ist. Die meisten Tierheime haben Vertragstierärzte, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Öffnungszeiten der deutschen Tierheime können leicht herausgefunden werden, ein Besuch steht also jederzeit offen.