Bei Tierschutz handelt es sich um den aktiven Schutz um das Wohlergehen von Tieren aller Art. Die Standards des richtigen Tierschutzes variieren erheblich zwischen verschiedenen Ländern und Kontexten. Diese Standards werden ständig von Tierschutzverbänden, Gesetzgebern und Wissenschaftlern weltweit diskutiert, erstellt und überarbeitet und sind stets heiß diskutiert und stehen deshalb im Fokus der Öffentlichkeit.

Wissenschaftliche Definition

In der Tierschutzwissenschaft werden verschiedene Messgrößen wie Langlebigkeit, Krankheit, Immunsuppression, Verhalten, Physiologie und Fortpflanzung angewendet, obwohl es Gegenstand großer Diskussionen ist, welche dieser Indikatoren die besten Informationen liefern und als Konstante Größen definiert gehören.

Grundsätzliches zum Tierschutz

Der Tierschutzes beruht häufig auf der Überzeugung, dass nichtmenschliche Tiere empfindungsfähig sind und dass auf ihr Wohlergehen oder Leiden geachtet werden sollte, insbesondere wenn sie von Menschen betreut oder genutzt werden. Diese Bedenken können beinhalten, wie Tiere zu Nahrungszwecken geschlachtet werden, wie sie in der wissenschaftlichen Forschung verwendet werden, wie sie gehalten werden – etwa als Haustiere, in Zoos, auf Farmen, in Zirkussen usw. - und wie menschliche Aktivitäten das Wohlergehen und Überleben von Wildtieren beeinflussen .

Tierschutz in der Kritik

Es gibt zwei Formen der Kritik am Tierschutzkonzept, die von diametral entgegengesetzten Positionen ausgehen. Eine Ansicht einiger Denker in der Geschichte besagt, dass Menschen keinerlei Pflichten gegenüber Tieren haben. Die andere Ansicht basiert auf der Position der Tierrechte, dass Tiere nicht als Eigentum betrachtet werden sollten und jegliche Verwendung von Tieren durch Menschen inakzeptabel ist. Dementsprechend argumentieren einige Befürworter der Tierrechte, dass die Wahrnehmung eines besseren Tierschutzes die fortgesetzte und verstärkte Ausbeutung von Tieren erleichtert. Einige Behörden betrachten Tierschutz und Tierrechte daher als zwei gegensätzliche Positionen. Andere sehen Tierschutzgewinne als inkrementelle Schritte in Richtung Tierrechte. Die vorherrschende Ansicht der modernen Neurowissenschaftler ist, ungeachtet der philosophischen Probleme bei der Definition des Bewusstseins auch beim Menschen, das Bewusstsein bei nichtmenschlichen Tieren existiert. Einige Menschen und oftmals auch Wissenschaftler behaupten jedoch immer noch, dass Bewusstsein eine philosophische Frage ist, die möglicherweise nie wissenschaftlich geklärt werden kann.

Schutz von Nutztieren

Ein oftmals sehr wichtiges Anliegen für das Wohlergehen von Nutztieren ist die Massentierhaltung, bei der eine große Anzahl von Tieren in beengten Verhältnissen mit hohen Besatzdichten gehalten werden. Zu den Problemen zählen die begrenzten Möglichkeiten für natürliches Verhalten, etwa in Batteriekäfigen, Kalbfleisch- und Trächtigkeitskisten, die zu abnormalem Verhalten wie Schwanzbeißen, Kannibalismus und Federpicken führen, sowie routinemäßige invasive Verfahren wie Schnabelschneiden, Kastration oder das Einkerben der Ohren. Weitergehende Methoden, etwa die Freilandhaltung kann auch Bedenken hinsichtlich des Wohlergehens von der freilebenden Tiere, Raubbau von Wildtieren oder die Eingliederung in den vorherrschenden Biokreislauf aufwerfen.